09.05.2018
Von "E-stland" lernen

Elektronische Verwaltung und "E-Government" standen im Mittelpunkt einer Informationsreise des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes nach Estland. Das nördlichste Land des Baltikums gilt seit vielen Jahren als Vorreiter bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Mehr als 99 Prozent der 2400 Staatsdienstleistungen funktionieren online.

Nach einer Unterrichtung durch den deutschen Botschafter, Christoph Eichhorn, standen anschließend Fachgespräche mit Vertretern des Finanzministeriums und mit dem Direktor der E-Governance Academy, Arvo Ott, auf dem Programm. Am zweiten Tag trafen sich die Ausschussmitglieder mit dem Staatssekretär für Informationstechnologie und Leiter der Informationstechnik der estnischen Regierung, Siim Sikkut. Im Fokus der Gespräche standen unter anderem Fragen zum Datenschutz und die Einbindung der Bürger bei der Umsetzung der IT-Strategie.

Anschließend fand ein Gedankenaustausch mit dem estnischen Büroleiter der Deutsch-Baltischen Handelskammer, Tarmo Mutso, zum Thema „Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung aus Sicht von Wirtschaftsunternehmen“ statt. In der Staatskanzlei stellte Staatssekretär Heiki Loot im Anschluss die vollständig papierlose Arbeitsweise des estnischen Kabinetts vor. Am dritten Tag trafen sich die Abgeordneten abschließend mit Sven Sester, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses und Mitglied der Deutsch-Estnischen Parlamentariergruppe.